emanzipart - Thomas Haug/NaturKunst

NaturKunst...

 

 

"Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele. "

- Pablo Picasso -

 

"Die Dinge sind nie so, wie sie sind. Sie sind immer das, was man aus ihnen macht."

- Jean Anouilh -

 

 

NaturKunst ist zu einem "Lebensmittel" für mich geworden – ein Mittel, mit dem ich die Vielfalt des Lebens erkunden und ausdrücken kann. Ich arbeite nur mit Naturmaterialien und soweit möglich nur mit meinen Händen und Füßen ohne weitere Werkzeuge. Fotografie ist eine Möglichkeit, die an Ort und Stelle verbleibenden, vergänglichen NaturKunstWerke – zumindest in Momentaufnahmen – zu dokumentieren. Sie ist aber nicht nur Mittel zum Zweck, sondern hat eine eigenständige Gestaltungsbedeutung für mich. Das Werk im Moment seiner Fertigstellung ist jedoch nur ein Aspekt des Gesamtkunstwerkes, zu dem der Prozess des Schaffens durch den Künstler, des Werdens, genauso gehört, wie der Prozess der Veränderung durch die Natur, des Vergehens.

Mit einem meiner NaturKunstWerke habe ich - wie 600 andere bildende Künstler aus dem deutschsprachigen Raum - am Gesellschafter ART.AWARD 09 teilgenommen. Mein Wettbewerbsbeitrag kam zwar nicht bis ins Finale, dennoch will ich ihn ganz im Sinne der dahinter stehenden Idee sichtbar machen: Ent-Deckung (pdf, 80 KB).

Von 05. Juni bis 02. Oktober 2010 war eines meiner NaturKunstWerke im Skulpturengarten des bambutopia e.V. in Schallstadt-Mengen zu sehen und hat sich dort nach und nach verändert: Ent-Deckung des Nahe-Liegenden (pdf, 1 MB).

Von 01. bis 08. August 2010 waren drei Fotografien meiner NaturKunstWerke im Rahmen der Gruppenausstellung "Verborgene Talente" in Nesselwang zu sehen.

Von 02. Februar bis 12. April 2011 fand meine erste Einzelausstellung im Café Augarten von Schärers Au (Diakonisches Werk) in Schopfheim statt (Hauptstraße 92): Flyer zum Selberdrucken (pdf, 345 KB). Das schrieb die Badische Zeitung darüber.

Von 04. Juni bis 01. Oktober 2011 war ich mit der NaturKunst-Installation "Denk-Mal" wieder am Skulpturengarten bambutopia in Schallstadt-Mengen beteiligt.

Von 21. Januar bis 30. März 2012 war meine Ausstellung "NaturKunst - Fotografische Momentaufnahmen vergänglicher Installationen" in der Kulturfabrik der VHS Schopfheim (Johann-Karl-Gretherstraße 2, hinterer Eingang, 2. OG) zu sehen. Das schrieb die Badische Zeitung darüber.


Ähnlich wie das Theater der Befreiung ist auch NaturKunst in dem Sinne befreiend (emanzipatorisch), dass sich jeder Mensch als aktiv-kreativer Gestalter erfahren kann, der nicht mehr nur "hohe Kunst" von vermeintlichen "Experten" passiv konsumiert, sondern selbst künstlerisch aktiv wird und kreative Ausdrucksformen als "Lebensmittel" entdeckt - als Mittel, um Lebenserfahrungen auszudrücken und auszugleichen.

 

Für mich ist NaturKunst:

- entschleunigende Tätigkeit und kreative Ausdrucksform - und damit Gegenpol zu Konsum und Reizüberflutung im verzweckten Hochgeschwindigkeitsalltag.

- lokale Verwendung von Naturmaterialien in natürlicher Umgebung - und damit Gegenpol zur globalisierten Technologisierung und Virtualisierung.

- vergänglich - und damit Gegenpol zum Streben nach unvergänglichem Besitz.

 

NaturKunst ermöglicht die Erfahrung und Reflexion von:

- kreativer Nutzung (Umdeutung und Umgestaltung) der lokalen Gegebenheiten und Potentiale (Materialien, Inspiration durch landschaftliche Anregungen, etc.)

- Durchhaltevermögen, Geduld und Frustrationstoleranz (insbesondere bei fragilen und statisch herausfordernden Kunstwerken)

- Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration

- Selbstwirksamkeit (eigene Gestaltungsmacht) und Wertschätzung (Anerkennung durch andere)

- Kommunikation und Kooperation (bei Gruppenarbeiten)

- Leben im "Hier und Jetzt" (bewusste Wahrnehmung und Gestaltung von Raum und Zeit)

- veränderlichem Sein im Gegensatz zu (scheinbar) unveränderlichem Haben

- Abschied und Loslassen (Kunstwerke werden an Ort und Stelle belassen)

 

In Workshops, Seminaren und Projekten mit NaturKunst orientiere ich mich an den Teilnehmenden, ihren Wünschen und Bedürfnissen, ihren Stärken und Ressourcen, ihren Lebenswelten und Sozialräumen, sowie am Gruppen- und Arbeitsprozess.

 

 

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